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Johannisberg (Sylvaner / Gros Rhin).

Der Sylvaner ist die zweitwichtigste Weissweinsorte im Wallis. Ursprünglich vermutlich aus Österreich stammend und vor allem entlang dem Rheinufer in Deutschland angepflanzt, kam er Mitte des 19. Jahrhunderts ins Rhonetal. Der Sylvaner ist krankheitsanfällig und frostemp­findlich, aber sehr produktiv. Er fühlt sich auf den leichten Schiefer- oder Kiesböden der zahlreichen Schuttkegel so wohl, dass die kantonale Gesetzgebung seine Produktionszonen ausdrücklich auf diese Böden beschränkt hat. Etwas später reif als der Chasselas, wird er im Wallis Johannisberg genannt. Seine Komplexität und sein Alterungspotential, das bei weit über zwanzig Jahren liegt, sind unglaublich!

Muscat.

Der Muscat ist eine der ältesten Rebsorten des Rhonetals; seine Spuren lassen sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen. Er wächst gerne auf mageren Böden und ergibt meist trockene, lebhafte, sehr aromatische Weine.

Pinot Noir.

Der Pinot Noir ist mit Abstand die meist verbreitete Sorte im Wallis. Eingeführt wurde er Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Staatsrat, der dem Walliser Weinbau, damals gerade in einer grundlegenden Wandlungsphase, neuen Auftrieb geben wollte. Dies hat zu einer spek­takulären Ausweitung der Rebfläche geführt. Der Pinot Noir, frühreif und resistent gegen Hitze wie Kälte, konnte im Wallis einfach nur Erfolg haben. Er bringt Weine von sehr unterschiedlichen Ausdrucksformen hervor, klares Zeugnis der grossen Terroirvielfalt im Wallis. Zusammen mit Gamay zum Dôle verarbeitet, verleiht er diesem Struktur, Noblesse und Eleganz. Dank kleinen Erträgen und ambitionierter Vinifikation in Eichenfässern ergibt der Pinot Noir wundervolle Erfolge, die zu den besten Rotweinen des Wallis gehören und in guten Jahrgängen über ein Alterungspotential von fünf bis acht Jahren verfügen.

Gamay.

Wie der Pinot Noir, von dem er abstammt, wurde der Gamay während der grossen Umstrukturierung der Weinberge im 19. Jahrhundert ins Wallis eingeführt. Die frühreife, durchschnittlich produktive Sorte ergibt violettrote, sehr aromatische, lebhafte Weine. Allein vinifiziert, ist der Gamay der Inbegriff eines saftigen, fröhlichen Weins. Assembliert mit Pinot Noir, verleiht er dem Dôle Frische sowie eine lebhafte, intensive Frucht.

Humagne rouge.

Die Humagne rouge, eine alte, im Aostatal entstandene Kreuzung aus dem Cornalin und einer unbekannten Sorte, ist über den Grossen Sankt Bernhard ins Wallis eingewandert. Obwohl sie urkundlich relativ spät (nämlich zu Ende des 19. Jahrhunderts) erschienen ist, ist die Humagne rouge nach dem Cornalin die zweite grosse Walliser Rotweinsorte mit Persönlichkeit und Charakter. Ein Wein für Liebhaber, den man jung, auf dem Höhepunkt seiner Frucht trinken sollte. Nach drei bis fünf Jahren vermählt er sich perfekt mit Wild.

PIWI-Reben zB. Chambourcin (pilzwiderstandsfähige Rebsorten).

PIWI-Weine werden aus Trauben von pilzwiderstandsfähigen Rebsorten gekeltert. Diese zukunftsweisenden Sorten entstanden durch Kreuzung von europäischen Edelsorten mit amerikanischen Urreben, welche eine natürliche Resistenz gegen Pilzkrankheiten aufweisen. PIWI-Reben sind - wie auch alle traditionellen Rebsorten - das Resultat herkömmlicher Kreuzungszüchtungen und haben nichts mit Gentechnik zu tun. Seit mehreren Jahrzehnten werden PIWI’s an verschiedenen Weinbau-Instituten in Europa gezüchtet, selektioniert und bei guter Eignung zum Anbau freigegeben.
Dank dem trockenen Klima im Wallis müssen diese robusten Reben nicht gegen Pilzkrankheiten behandelt werden (Fungiziteinsatz von traditionellen Reben: vier- bis siebenmal pro Jahr…). Diese Pflanzenschutzmittel gelangen dabei auch auf das Traubengut und in die Biosphäre des Rebberges. Mit der Pflanzung der roten Sorte "Chambourcin“ im Frühjahr 2010 wagten wir den ersten Schritt.

  Das neue Feld mit „Chambourcin“

Horst Schärer
AOC und Handarbeit machen unsere Weine zu etwas Besonderem
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