~ Willkommen in Rebberg "Stadel" in Eggerberg VS - wo unser Family-Wein entsteht~
 

beschreibung des rebbergs.

Zugang zum Rebberg

Grösse und Lage

Bereits im Jahr 1526 wurde das Vorhandensein von Reben belegt und dokumentiert. Die Reblaus hat in den dreissiger und vierziger Jahre fast zur Aufgabe des Weinbaus geführt. Die Eigenheiten des alten Weinbaus (unveredelte Sorten, unregelmässiger Anbau, Verjüngung durch Vergruben) sind verschwunden. Geblieben sind einzig ein paar alte Rebbauformen wie zB. Weinlauben.

Das gesamte Weingebiet von Eggerberg umfasst zur Zeit eine Rebfläche vom 15'876 m2. Es sind meistens kleine Parzellen zwischen 150 bis 400 m2, welche zwischen Wiesen/Weiden und unproduktiver Fläche gestreut sind.

Der Stadel-Rebberg liegt zwischen 750 und 870 M.ü.M aus mehreren Rebparzellen, welche durch Trockensteinmauern terrassenförmig übereinander angelegt sind. Der Rebberg ist mit technischen Transportmitteln nicht erreichbar. Das heisst: alles muss vom Menschen getragen und transportiert werden.

Rebfläche: rund 3000 m2 Ökoausgleichsfläche rund 6500 m2 (Finnen oberhalb Eggerberg) - Bedingung für die Flächenbeiträge des Bundes

Weinherstellung die AOC-Richtlinien werden auf dem Stadel unterschritten (Stadel weiss: max. 1.2 kg / Stadel rot: max 900 g pro m2)

Erstbepflanzung: 1970 - es befanden sich aber schon vorher Reben im Stadel

Weinbergaufbau: die Bepflanzung erfolgte durch den vorherigen Besitzer „nach und nach“. Ergänzungen und Ersatz ab dem Jahr 2008. Neubepflanzungen Chambourcin im Mai 2010. Merlot und Galotta im Mai 2011.

Erziehungsart: 90% einfacher Streckbogenschnitt (Draht) 10% Gobletsystem bei den Mauern


Chasselas

der Rebberg

 

 

Übersichtsplan Trauben

Wie bereits vorgängig erwähnt, wurde der Rebberg "nach-und-nach" vom Vorgänger erstellt. Dies hat den untenstehenden "Picasso" zur Folge…



Organisation

 

Besitzer: Horst und Silvia Schärer

Kauf: 2007

Administration: Horst Schärer

Mitglied bei:

  • VITIVAL (Vereinigung Walliser Winzer für integrierte Produktion)
  • Weinbruderschaft St. Vinzent in Visp (Region Oberwallis)

Helfer:

  • Familienmitglieder
  • Freunde
  • Mitarbeitende der Röstizzeria GmbH

 

Infrastruktur

Keller:

  • totales Fassungsvermögen: 4000 l
  • 10 INOX-Stahltanks (diverse Grössen von 125 bis 600 l)
  • Abbeermaschine
  • horizontale Weinpresse
  • pneumatische Weinpresse (für Kleinmengen oder Spezialitäten)
  • Überführungspumpe
  • Zapfmaschine
  • Deckelmaschine
  • Atomisateure (Pflanzenmittel)
  • Einschubfilter
  • Kleinwerkzeuge
  • Laborutensilien
  • Schlauchmaterial

INOX-Tanks

Horst Schärer, Besitzer und Winzer in seinem Felsenkeller


Filtriermaschine

Deckel- und Zapfmaschinen

pneumatische Presse

Material-Standbahn

Infrastruktur

Gelände:

  • Raupenkarette
  • zwei Materialseilbahnen
  • Paletten und Rahmen
  • Flaschenpark
  • Transportfahrzeug                                    
  • Bewässerungssystem (Berieselung)
  • Plastik-Transportkisten

Gebäude:

  • Felsenkeller
  • Pergola mit Kleinküche
  • Carnozett
  • Zwei Materialschuppen                                                            
  • Toilette
  • Weinlager (Flaschen)


Material-Seilbahn

Weinflaschen-Lager

     
Carnozet

Zahlen

Arbeitsvolumen:

  • Rebenschneiden 115 Std
  • Infrastruktu 025 Std
  • Unkraut/Jäten 065 Std
  • Foltern/Binden/Einfädeln 260 Std
  • Pflanzenschutz 060 Std
  • Traubenschutz 050 Std
  • Traubenlese 125 Std Kellerarbeiten 200 Std
  • Abfüllen/Etikettieren 040 Std
  • Organisation 020 Std
  • Administration 020 Std
  • Ausliefern/Transport 080 Std
  • Schulung/Meetings 040 Std

       =  1100 Std =  rund 140 Tage auf’s Jahr verteilt

         Kleine Überschlagsrechnung pa (in CHF):

  • Arbeitsaufwand =16’500.00 (15.00/Std)
  • Nebenkosten= 9'000.00 (inkl. Flaschenmaterial)
  • Fahrzeug = 3'800.00
  • Versicherungen = 3'400.00
  • Reparaturen = 2’000.00 (inkl. Rückstellungen)
  • Marketing/Diverses = 1'000.00

 

       = 35’700.00

        
Jahr:                               2007            2008            2009            2010

Mengen:                          2200 l          2000 l           1200 l          ca. 1400

Deckungsbeitrag:

  • Mengenannahme: 1500 l
  • Selbstkostenpreis pro Liter: CHF 23.80 (und da muss man dann alles verkauft haben…)

 

ohne Gewinnerzielung (Marge)

ohne Eigenkapitalrendite

 

Traubensorten

Der Kanton Wallis verfügt über folgende Rebenstruktur:

 

Traubensorten weiss

Anbaufläche/ha

 

Traubensorten rot

Anbaufläche/ha

1

Chasselas (Fendant)

1081

 

Pinot Noir

1714

2

Sylvaner (Johannisberg)

232

 

Gamay

726

3

Petite Arvine

149

 

Syrah

157

4

Pinot Gris (Malvoisie)

75

 

Humagne Rouge

124

5

Heida - Païen

74

 

Cornalin

111

6

Chardonnay

70

 

Diolinoir

85

7

Marsanne (Ermitage)

47

 

Merlot

84

8

Amigne

43

 

Gamaret

81

9

Muscat

41

 

Cabernet Sauvignon

23

10

Humagne Blanche

30

 

Garanoir

18

11

Pinot Blanc

25

 

Cabernet Franc

17

12

Sauvignon Blanc

19

 

Ancellotta

16

13

Mueller-Thurgau
(Riesling x Sylvaner)

12

 

Carminoir

6

14

Viognier

6

 

Galotta

1

15

Riesling

5

 

Durize

<1

16

Gewürztraminer

5

 

Eyholzer Roter

<1

 

 

Trauben, welche auf dem Rebberg Stadel vorhanden sind sowie zusätzlich

  • Lafnetscha
  • Chamboursin (seit Mai 2010)
           
           

Traubenklassifizierung/Traubenentwicklung/Vorschriften

Die kantonale Verordnung über Rebbau und Wein (letzte Revision im Jahr 2007) klassifiziert die Rebsorten nach Güte und Reifestadium.

Rebsorten-Klassifizierung nach Güte

Auf Basis des Klimas und der Bodenbeschaffenheit bestimmt die Verordnung die Güte der Trauben:

Angepasste Rebsorten: Rebsorten, welche mit Bestimmtheit einen sehr guten Wein ergeben

Erlaube Rebsorten: Rebsorten die es erlauben, einen guten Wein zu gewinnen, bei denen aber eine vertiefte Studie angebracht ist

Nicht-angepasste Rebsorten: Rebsorten, bei der die Qualität des Weines mittelmässig ist. Beim nächsten Wiederaufbau sollte eine andere Rebsorte angepflanzt werden

Verbotene Rebsorten: Rebsorten, welche eine ungenügende Qualität aufweisen. Können nach AOC-Richtlinien verboten werden!

 

Rebsorten-Klassifizierung nach Reifestadium

BEZEICHNUNG KÜRZEL CHASSELAS-REIFE
Sehr frühreif   SF bei der Reife vor 10 Tage
Frühreif   F bei der Reife vor 5 Tage
Erste Epoche 1 * bei der Reife 5 Tagen (vor oder danach)
Zweite Epoche 2 bei der Reife 5 bis 15 Tage danach
Dritte Epoche 3 bei der Reife 15 bis 30 Tage danach

* = der Chasselas wird als Referenz genommen 

 

Lafnetscha

Blauburgunder-Traube  Pinot-Noir

 

Rebsortenbezeichnung des Weinberges Stadel

TRAUBENSORTEN REBBERG STADEL EINTEILUNG NACH REIFUNG EINTEILUNG NACH GÜTE
Chasselas 1  angepasste Rebsorte
Sylvaner (Gros Rhin) 1 bis 2 erlaubte Rebsorte
Riesling (Petit Rhin) 2 angepasste Rebsorte
Muscat 1-2 angepasste Rebsorte
Lafnetscha 1 angepasste Rebsorte
     
Pinot Noir 1 angepasste Rebsorte
Gamay  1 angepasste Rebsorte
Humagne rouge 3 erlaubte Rebsorte
Chambourcin  * 2 erlaubte Rebsorte

* = 350 Rebstöcke am 30. April 2010 gesetzt
Chambourcin ist eine rote Rebsorte. Es handelt sich um eine interspezifische Neuzüchtung zwischen den Sorten Regent x Diana

 

Somit verfügt der Rebberg "Stadel" mehrheitlich über qualitativ-hochstehende Reben der Güteklasse 1, was uns die Vinifikation erleichtert. Bezüglich Weinlese und Weiterverarbeitung müssen wir uns bewusst sein, dass sich alles innerhalb 14 Tagen abwickelt.

 

Traubenentwicklung

Im nachfolgendenText werden die Arbeiten im Rebberg für den Monat August beschrieben. Untenstehend ein Beispiel der wöchentlichen Traubenentwicklung des natürlichen Zuckergehaltes (Öchslegrad), der Gesamtsäure (g/L) sowie dem Beerengewicht (g) für das Jahr 2009: (Auszug aus dem Kellerbuch)

 

 

PINOT-NOIR

CHASSELAS

GAMAY

DATUM

Oe

g/L

g

Oe

g/L

g

Oe

g/L

g

25/08

74.1

11.6

1.51

63.2

7.8

2.94

74.5

12.0

2.1

01/09

81.8

9.1

1.59

68.1

6.5

3.05

81.1

10.0

2.16

08/09

86.1

8.0

1.63

70.4

5.8

3.18

84.4

8.9

2.20

15/09

-

-

-

74.1

5.5

3.17

-

-

-


gesetzliche Vorschriften

Auch im Wallis gilt der Schweizerische Rebbaubeschluss:

Der Rebbaubeschluss teilt die Weine, ausgehend vom Ursprung und vom Zuckergehalt der Trauben, in drei Kategorien ein.

1.       Wein mit Ursprungsbezeichnung zum Beispiel Kanton oder aus einer Region. Zur Ursprungsbezeichnung wird oft der Name der Rebsorte hinzugeführt.
2.       Wein mit Herkunftsbezeichnung.
3.       Wein mit der Bezeichnung Vin Blanc oder Vin Rouge.

 

VITIVAL (Vereinigung der Walliser Winzer für integrierte Produktion)

Als Mitglied von VITIVAL sind wir verpflichtet, strengere Normen, insbesondere bezüglich Ertragsbegrenzung und/oder Arbeiten im Rebberg einzuhalten.

Es darf das Label "Vinatura®" auf der Etikette verwendet werden.

 

Ertragsbegrenzung

Rebsorte

Quantitative
Ertragsgrenze
(kg/m2)

Richtwert
Stadel-Rebberg

Richtwert
Durchschnitts-
traube

Anzahl
Durchschnittstraube
pro m2 bei Ernte *

CHASSELAS

1.400

0.900 - 1.200

303

4 -5

PINOT-NOIR

1.200

0.600 - 0.900

177

7

GAMAY

1.200

0.600 - 0.900

184

6 - 7

* die Planzendichte sowie die effektive Fläche pro Rebstock muss beachtet werden

 

Zeitpunkt der Ertragsregulierung

=       Grüne Ernte (Entfernen von überzähligen oder kranken Trauben)

=       Ab dem Stadium der Erbsengrösse bis zur Traubenkehre (Farbwechsel und Weichwerden der Beeren)

=       Beim Stadium der Traubenkehre (Entfernen der Trauben mit Reiferückstand)

=       Bei der Traubenernte (Entfernen von nicht ausgereiften oder kranken Trauben)

Horst Schärer
AOC und Handarbeit machen unsere Weine zu etwas Besonderem
~ www.stadelwy.ch ~